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  Die Poligis Tiefenkampagnen-Methode
    
 02.05.2008
 

 

Autor:
 Klaus Strobl,
 Institut für urbanes Management, Graz
 
 Veröffentlichung:
 Mai 2008

Die durch die Zunahme von Volatilitäten im Wählermarkt heute notwendigen Methoden zur lokalen Ausdifferenzierung von politischen Kampagnen erfordern den Einsatz eines professionellen Strategie-Tools. Klassische Breiten-Kampagnen verlieren zusehends an Wirkung und verfehlen oftmals die gezielte Ansprache und Mobilisierung der potenziellen Wählerzielgruppen.

Gerade in den verdichteten anonymisierten Ballungsraum ist es notwendig meine Wählerpotenziale zu erkennen und bestmöglich zu nutzen. Meine eigenen Stammwähler müssen mobilisiert, Nichtwähler reaktiviert und Wechselwähler mit geringem Bindungsverhalten zu anderen Parteien möglichst hinzugewonnen werden.

Poligis Systems Campaigning ist ein systemisches Kampagnen-Tool, das sie bei der Analyse von Wähler-Potenzialen, der Ausdifferenzierung von Zielgruppen-Kampagnen und gebietsspezifischen Direkt-Kontakt-Programmen unterstützen kann.

Poligis System Campaigning beruht auf der vom Institut für urbanes Management entwickelten PoliGIS Tiefenkampagne Methode - als systemischer Planungsansatz für Wahlkampagnen, der durch zwei Grundelementen bestimmt wird:


Mit der Wählerpotenzial-Analyse auf Micro-Targeting Basis werden die Wahlgebiete entsprechend ihrer politischen Milieus und ihres wahrscheinlichen Wahlverhaltens kleinräumig typisiert. Auf Ebene der Wahlsprengel wird ermittelt, wo ihre potenziellen Wähler wohnen und wo intensiver Wahlkampf 

- mit welchen Kandidaten

- in welcher Zielgruppe

- mit welchen thematischen Schwerpunkten

sinnvoll ist.

Mit  Mit aktivierender Kampagnenarbeit sollen vor allem direkte Kommunikationsprozess zwischen den Bevölkerungsgruppen und den Akteuren der Bezirksparteiorganisationen gefördert werden. Eine wichtige Grundlage dabei ist, breiten Raum für die Anliegen, Bedürfnisse und Ideen der Bevölkerung zu öffnen. Damit sollen die sozialen Netzwerke der unterschiedlichen repräsentativen KandidatInnen im Vorfeld der Wahlkampagne gestärkt, um diese dann im eigentlichen personalisierten Team-Wahlkampf durch Mehrfach-Kontakt-Programme gezielt als emotionale Bindungsfaktoren zu ihren affinen Wählermilieus auszunutzen.

Massroots versus Grassroots : „Mundfunk schlägt Rundfunk“

Gesteuerte politische Arbeit an der Basis in gezielten Wirkungssegmenten sollte daher mehr denn je im Vordergrund parteilicher Strategieplanungen stehen, denn nachweislich korreliert der Grad an Parteibindung und die Höhe der Wahlbeteiligung positiv mit der Intensität von permanenten lokalen Kampagnen, genauso wie die Verknüpfung von Kampa‘s vor Ort mit den großen Wahlkampfthemen überdurchschnittlich hohe Aufmerksamkeit garantieren.

Die Marke Partei wird nur dann im zukünftigen politischen Wettbewerb bestehen können, wenn es Ihr gelingt sich als moderne Dienstleistungs- und Netzwerkpartei mit hoher strategischer und organisatorischer Managementkompetenz zu etablieren.