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  Lebensqualität: Leitwert für das 21. Jahrhundert
    
 27.03.2005
 

 

Autor:
 Klaus Strobl,
 Institut für urbanes Management, Graz
 
 Veröffentlichung:
 März 2005

Lebensqualität als Richtwert für subjektive Lebensbedingungen und objektive Gesellschaftsbedingungen liegt im Trend der Zeit und umfasst alle Lebensbereiche.
Niemand weiß besser Bescheid über die Lebensqualität als die Betroffenen selbst - die Bürgerinnen und Bürger! Die Bewohnerinnen und Bewohner einer Gemeinde oder Stadt sind die eigentlichen Experten in Sachen Lebensqualität.

Was heißt Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner einer Gemeinde?

Die Lebensqualität in einer Gemeinde wird von unterschiedlichen Faktoren bestimmt. So sind zum Beispiel eine funktionierende Infrastruktur, öffentlicher Verkehr, Arbeitsplätze,Erholungsgebiete, Steuern, erschwingliche Wohnungen, Sportangebote, kulturelle Anlässe,Gesundheit, Sicherheit etc. mehr oder weniger wichtige Anliegen des Einzelnen wie auch der Gemeinschaft.

Die Gemeinde ist der urbane Raum, wo Rahmenbedingungen vorhanden sind oder geschaffen werden, die auf die persönliche Befindlichkeit der Menschen und damit auf ihre Lebensqualität Einfluss nehmen. Stärken, Ressourcen und die Bedürfnisse der Bevölkerung sind am klarsten auf lokaler Ebene zu erkennen.

Die natürliche Umwelt und die sozialen, politischen, rechtlichen sowie ökonomischen Voraussetzungen prägen die Lebensweise von Einzelnen und stehen in einem direkten Zusammenhang zur Alltagsgestaltung. Sie bestimmen das direkte Umfeld des Menschen vor Ort.

Lebensqualität schaffen setzt aktive und tolerante Teilnahme aller Betroffenen und Beteiligten voraus !

Lebensqualität wird nicht am Reißbrett entworfen, sondern vor Ort auf kleinstem Raum erlebt. Die Aktivierung und Mitbeteiligung der Bevölkerung an Entscheidungen und an deren Prioritätensetzung ist eine wichtige Voraussetzung damit eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität erreicht wird. Sie soll ihre Anliegen, Ideen und Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität entwickeln und vorbringen.

Die Resultate derartiger Erhebungen müssen mit Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung auf Konsistenz mit der öffentlichen Gemeindeentwicklungsagenda geprüft und weiter bearbeitet werden und erst dann in den politischen und administrativen Entscheidungsprozess einfließen. Erst dadurch können für und mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Politik und den Behörden Projekte zur Erzielung einer summarischen Lebensqualität in der Gemeinde lanciert und umgesetzt werden.
 

 


 

 

Lebensqualität in Gemeinden gemeinsam gestalten bedeutet Mehrwert für die Menschen und die Gemeinde schaffen !

Der Mehrwert für die Gemeinde besteht in:

• einer zufriedenen Bevölkerung, die sich von der Politik und der Verwaltung
  ernst genommen fühlt

• einer gesteigerten Lebensqualität des Einzelnen und der Gemeinschaft

• einem verbesserten und deshalb interessanten Wohn- und Arbeitsort

• einer hilfreichen Analyse der Lebens- und Umweltbedingungen

• Erfahrungen, die für andere Prozesse in der Gemeinde von Nutzen sind

• einer Bevölkerung, die aktiv an der Verbesserung der Lebensverhältnisse mitarbeitet


Der Mehrwert für die einzelne Bürgerin und den einzelnen Bürger besteht in:

• der Möglichkeit seine Bedürfnisse und Interessen vorzubringen

• der Gelegenheit an Entscheidungsprozessen mitzuwirken und diese besser
  verstehen lernen

• der Teilnahme an der Entwicklung des persönlichen Lebensraums

• der direkten Einflussnahme im Projekt

• dem persönlichen Kontakt zu den Entscheidungsträgerinnen und -trägern

• einem verbesserten und deshalb interessanten Wohn- und Arbeitsort

• einer subjektiv gesteigerten Lebensqualität