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Autor:
Klaus Strobl,
Institut für urbanes Management, Graz
Veröffentlichung:
März 2005
Lebensqualität als Richtwert für subjektive Lebensbedingungen und
objektive Gesellschaftsbedingungen liegt im Trend der Zeit und umfasst
alle Lebensbereiche.
Niemand weiß besser Bescheid über die Lebensqualität als die Betroffenen
selbst - die Bürgerinnen und Bürger!
Die Bewohnerinnen und Bewohner einer Gemeinde oder Stadt sind die
eigentlichen Experten in Sachen Lebensqualität.
Was heißt Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner einer
Gemeinde?
Die Lebensqualität in einer Gemeinde wird von unterschiedlichen Faktoren
bestimmt. So sind zum Beispiel eine funktionierende Infrastruktur,
öffentlicher Verkehr, Arbeitsplätze,Erholungsgebiete, Steuern,
erschwingliche Wohnungen, Sportangebote, kulturelle Anlässe,Gesundheit,
Sicherheit etc. mehr oder weniger wichtige Anliegen des Einzelnen wie
auch der Gemeinschaft.
Die Gemeinde ist der urbane Raum, wo Rahmenbedingungen vorhanden sind
oder geschaffen werden, die auf die persönliche Befindlichkeit der
Menschen und damit auf ihre Lebensqualität Einfluss nehmen. Stärken,
Ressourcen und die Bedürfnisse der Bevölkerung sind am klarsten auf
lokaler Ebene zu erkennen.
Die natürliche Umwelt und die sozialen, politischen, rechtlichen sowie
ökonomischen Voraussetzungen prägen die Lebensweise von Einzelnen und
stehen in einem direkten Zusammenhang zur Alltagsgestaltung. Sie
bestimmen das direkte Umfeld des Menschen vor Ort.
Lebensqualität schaffen setzt aktive und tolerante Teilnahme aller
Betroffenen und Beteiligten voraus !
Lebensqualität wird nicht am Reißbrett entworfen, sondern vor Ort auf
kleinstem Raum erlebt. Die Aktivierung und Mitbeteiligung der
Bevölkerung an Entscheidungen und an deren Prioritätensetzung ist eine
wichtige Voraussetzung damit eine nachhaltige Verbesserung der
Lebensqualität erreicht wird. Sie soll ihre Anliegen, Ideen und
Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität entwickeln und
vorbringen.
Die Resultate derartiger Erhebungen müssen mit Vertreterinnen und
Vertretern der Bevölkerung auf Konsistenz mit der öffentlichen
Gemeindeentwicklungsagenda geprüft und weiter bearbeitet werden und erst
dann in den politischen und administrativen Entscheidungsprozess
einfließen. Erst dadurch können für und mit den Bürgerinnen und Bürgern,
der Politik und den Behörden Projekte zur Erzielung einer summarischen
Lebensqualität in der Gemeinde lanciert und umgesetzt werden.
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Lebensqualität in Gemeinden gemeinsam gestalten bedeutet Mehrwert für
die Menschen und die Gemeinde schaffen !
Der Mehrwert für die Gemeinde besteht in:
• einer zufriedenen Bevölkerung, die sich von der Politik und der
Verwaltung
ernst genommen fühlt
• einer gesteigerten Lebensqualität des Einzelnen und der Gemeinschaft
• einem verbesserten und deshalb interessanten Wohn- und Arbeitsort
• einer hilfreichen Analyse der Lebens- und Umweltbedingungen
• Erfahrungen, die für andere Prozesse in der Gemeinde von Nutzen sind
• einer Bevölkerung, die aktiv an der Verbesserung der
Lebensverhältnisse mitarbeitet
Der Mehrwert für die einzelne Bürgerin und den einzelnen Bürger
besteht in:
• der Möglichkeit seine Bedürfnisse und Interessen vorzubringen
• der Gelegenheit an Entscheidungsprozessen mitzuwirken und diese besser
verstehen lernen
• der Teilnahme an der Entwicklung des persönlichen Lebensraums
• der direkten Einflussnahme im Projekt
• dem persönlichen Kontakt zu den Entscheidungsträgerinnen und -trägern
• einem verbesserten und deshalb interessanten Wohn- und Arbeitsort
• einer subjektiv gesteigerten Lebensqualität |
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